Lunch-Meeting: Soziales Lernen in der Ausbildung – Heute wichtiger denn je

24. April 2018

Immer mehr Unternehmen setzen bei der Ausbildung ihrer Nachwuchskräfte auf personale und soziale Kompetenzen. In einer komplexer werdenden Arbeitswelt, in der die Zusammenarbeit in Teams, Selbstorganisation aber auch der Umgang mit Kunden eine immer wichtigere Rolle spielt, braucht es aufgeschlossene, flexible, empathische, motivierte und verantwortungsvolle Mitarbeitende, die den ständig wechselnden Herausforderungen gewachsen sind und mit ungewohnten Situationen kompetent umgehen können. Dazu fand am 17. April ein Lunch-Meeting in der IHK Potsdam zum "Sozialen Lernen" mit Brandenburger und Berliner Unternehmen statt.

Zur Verbesserung beruflicher Schlüsselkompetenzen gibt es mittlerweile unterschiedliche ausbildungsintegrierte Lernangebote. Ein wirkungsvolles Konzept ist das Soziale Lernen. Dabei begeben sich Auszubildende für einen bestimmten Zeitraum in neue Lernfelder – hier: in soziale Einrichtungen – um sich ungewohnten Situationen zu stellen und im Kontakt mit Menschen, die Unterstützung benötigen, sensibel für den Umgang miteinander zu werden. Im Rahmen der sozialen Lernprojekte setzen sie sich mit sozialer Gerechtigkeit ebenso wie mit eigenen Stärken und Schwächen auseinander und haben die Gelegenheit, ihre eigenen Wertvorstellungen zu reflektieren.

Über 20 Verantwortliche aus den Bereichen Personal und Ausbildung haben bei dem Lunch-Meeting verschiedene Konzepte des "Sozialen Lernens", die in Brandenburger Betrieben bereits eingesetzt werden, kennengelernt und sich mit erfahrenen Ausbildungsverantwortlichen über die erfolgreiche Umsetzung und nachhaltige Integration der praxistauglichen Ansätze in der Ausbildung ausgetauscht. ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, Heidelberger Druckmaschinen und die IHK Potsdam haben ihre unterschiedlichen Praxiserfahrungen mit "Sozialem Lernen" vorgestellt und gaben den Teilnehmenden hilfreiche Tipps, wie sie beginnen und ihr Programm im Unternehmen einführen können. Am Ende wurden zwei Punkte deutlich:

  1. Ein einfaches Kopieren der vorgestellten Konzepte ist nicht ratsam, sondern jedes Unternehmen muss beim Transfer die eigenen internen Bedingungen und Möglichkeiten beachten. Gleichwohl kann eine Menge von den bestehenden Formaten gelernt und übertragen werden.
  2. Soziales Lernen ist kein "nice to have", sondern braucht eine klare Zielbestimmung/-richtung inklusive einer Überprüfung der erzielten Lernerfolge, wonach letztlich auch das im Betrieb verfolgte Format des "Sozialen Lernens" ausgerichtet werden muss.  

Das Lunch-Meeting war eine Veranstaltung des "Runden Tisches Jugend und Wirtschaft".


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