QualifizierungsCentrum der Wirtschaft (QCW) – Fachkräfte für die Region

14. Dezember 2009

Die QualifizierungsCentrum der Wirtschaft (QCW) GmbH wurde im Dezember 1990 gegründet. Einerseits konnten durch diese Neugründung große Teile der Aus- und Weiterbildungsinfrastruktur des ehemaligen Eisenhüttenkombinates Ost (EKO) erhalten werden, die nach der Umstrukturierung des Werkes gefährdet waren.

Andererseits übernahm und übernimmt das QCW für die zahlreichen ausgegliederten Betriebe und Dienstleister des Hüttenwerkes und die Wirtschaft der Region ganz allgemein wichtige Funktionen in der Nachwuchsrekrutierung. Und schließlich fanden in Zeiten großen Arbeitsplatz- und Ausbildungsplatzmangels viele junge Leute eine berufliche Perpektive im QCW.

 

Heute ist das QCW eine hundertprozentige Tochter von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt. Im Mittelpunkt des fachliches Spektrums stehen zwar immer noch industrielle (und handwerkliche) Metallberufe; in den vergangenen Jahren ist aber eine Vielfalt von beruflichen Bereichen entstanden, die von Pflegeberufen bis zu einem Ausbildungsrestaurant reicht. Ebenso vielfältig sind die Zielgruppen: von der Berufsorientierung über Benachteiligtenförderung zum Meisterlehrgang und schließlich zum Dualen Studium – alles findet sich unter einem Dach.

 

Dienstleistungen für die regionale Wirtschaft stehen im Mittelpunkt, das bedeutet z.B. Ausbildung im Verbund. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung heisst dies aber auch zunehmend, dass zunächst noch nicht ausbildungsreife Kinder und Jugendliche fit gemacht werden für ihre berufliche Zukunft, aber auch für eine Mitarbeit in einem Unternehmen der Region.

Übertragbarkeit

Die Geschichte des QCW ist sehr spezifisch, und insofern kann nur die Übertragbarkeit der einzelnen Maßnahmen untersucht werden. Das QCW nimmt für sich nicht in Anspruch, jeweils der Erfinder dieser Projekte zu sein. Egal, ob es sich um Verbundausbildung, Pflegeseminar, Ausbildungsrestaurant, Schweißerausbildung oder das jüngste Projekt einer Praxisschule handelt – alles schon mal dagewesen. Die Mischung und die Orientierung am lokalen Bedarf der Wirtschaft machen die Besonderheit aus.

Planungen

Im Zuge des demografischen Wandels wird Nachwuchs knapp und andererseits werden die beruflichen Chancen junger Menschen besser. Der Erfolg wird sich jedoch nicht von alleine einstellen, viele Schülerinnen und Schüler sind aus unterschiedlichen Gründen (noch) nicht ausbildungsreif. In skandinavischen Ländern wurden gute Erfahrungen mit Praxisschulen gemacht, daran will QCW anknüpfen.Aber auch am anderen Ende ist Bewegung: die Studierquote im Lande soll steigen, also plant das QCW einen weiteren Dualen Studiengang.

Synergien, Kooperation

Verbundausbildung ist an sich schon Kooperation pur, da es sich eben um einen Verbund von Unternehmen mit gleichen/ähnlichen Interessen handelt. Die Verbundausbildung hält den in der Regel kleineren und mittelgroßen Unternehmen den Rücken frei von Aufwand, der nicht dem eigentlichen Unternehmensziel, sondern lediglich der Qualität der Ausbildung dient. Insofern ist Verbundausbildung auch ein Beispiel für das Nutzen von Synergien.Aufgrund des demografischen Wandels und in seiner Folge kleinerer Gruppen von Auszubildenden und Weiterbildungsteilnehmern ist Kooperation mit Betrieben und/oder anderen Bildungsträgern in den letzten Jahren obligatorisch geworden.


Weitere Informationen

QualifizierungsCentrum der Wirtschaft GmbH Eisenhüttenstadt

Straße 9 (EKO-Industriepark)
15890 Eisenhüttenstadt
Telefon (0 33 64) 37 56 79
Fax 37 56 77
www.qcw.de